Sonntag, 22. Oktober 2017

VERFLOGEN


Verflogene Luftballons in einer leeren, kargen Halle.
Auf der Suche nach Freiheit.


Samstag, 21. Oktober 2017

KÜCHENPSYCHLOGIE

 
 
Meine Küchenpsychologie-Meinung, warum Frauen nicht fischen:
Am Anfang war Mann  Jäger und möglicherweise hat er auch Fische erlegt.
Die Emanzipation hat in betuchteren Kreisen Frauen zur Waffe greifen
und auf die zarten Rehlein schießen lassen.
Wobei hier am Land das Waidwerk fest in starker Männerhand liegt.
Und jetzt behaupte ich:
Fischen ist eher den einfacheren Gesellschaftsschichten vorbehalten
und da ist die traditionelle Rollenverteilung noch stärker.
Außerdem haben Frauen mehr zu tun und weniger Zeit stundenlang ins Blaue zu starren.
Wenn ich das begeisterte Glitzern in Männeraugen sehe,
denke ich immer: "Bubenspiele" (mit tödlichem Ausgang).
Naja, besser als Krieg.
 


Freitag, 20. Oktober 2017

UNRUND

 
Hab ich gesagt: unrund?
Das ist diese Woche wirklich.
Da bleiben nur die schönen Herbstbilder.
Nix klappt, alles so zäh,
es braucht die dreifache Anstrengung,
um Dinge zu erledigen.
Abmachungen halten nicht, etc.
Das ganz normale Leben halt,
doch immer wieder erstaunlich mühsam.



 


Donnerstag, 19. Oktober 2017

EINSETZEN

 
 
2000 kg Karpfen wurden in den Teich eingesetzt.
Damit die Fischer  wieder etwas zum Rausholen haben.
Ziemlich rasant ging es für die Tiere auf der Rutsche bergab.
Hoffentlich haben sie jetzt einige schöne Tage zum Entspannen.
Ich habe gelernt:
wenn der Winter streng mit einer dicken Eisschicht wird,
kann das zu Sauerstoffmangel kommen,
der einige Fische nicht überleben lässt.
 
 









Mittwoch, 18. Oktober 2017

ROLLERN HILFT

 
Diese Woche klemmt ein wenig.
Es roazt (reizt).
Unangenehmes, Überraschendes, Ungewolltes.
Also auf den Roller setzen und fahren, genießen,
die Sinne befriedigen -
das macht alles wieder gut.
Das Wetter ist sensationell.
So warm. So mild. So bunt. So strahlend.

 
beim Fahren fotografiert
 



Dienstag, 17. Oktober 2017

GEDANKEN


Felder mit Senfsaat als Gründüngung.
Sie setzen im  Herbstfarbenspiel noch einen Akzent.
Die tapfere Katze tut sich mit ihren Gelenken zunehmend schwer.
Ich bin mit ihr in der Wiese am Waldrand gelegen
und habe mir gewünscht -
für diesen kleinen Abenteurer wäre ein adäquates Ende
ein böser Wolf, der sie fräße.
Kein langsames Dahinsiechen.
Das wünsche ich mir für mich auch.
Einen Löwen in Afrika.
Besser nicht im Bett sterben.



Montag, 16. Oktober 2017

KREISLÄUFE


Der Efeu beginnt zu blühen.
Es herrscht reges Treiben.
Bienen tragen gelbe Hosen.
Einer der letzten Futterspender im Herbst.
Mein gänzlich verwitterter Baumstamm vor dem Haus ist Pilzbeherberger.
So kreislauft das Jahr,
so verwandelt sich Leben.


Sonntag, 15. Oktober 2017

HERBSTGLÜCK


 
Die letzten Rollertage.
Schön. Schön. Sehr schön.
Alles ist ziemlich Glück.
 




Samstag, 14. Oktober 2017

DAS UND DAS



Das Fleischessen habe ich sein lassen.
Wenn ich jetzt Tiere sehe,
bin ich mitfühlender.
Wenn sie keiner mehr am Teller haben wollte,
gäbe es sie alle nicht.
Keine Schafe, Kühe, Gänse, Schweine auf den Weiden.
Nur mehr Felder mit Korn und Erdäpfeln.
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Seit ich die Homepage des Chirurgen mit all dem rohen Fleisch gesehen habe
und gefunden habe, dass das gar nicht geht,
bin ich energischer mit dem Gesundwerden.
Habe in Wien die halbe Apotheke leergekauft.
Homöopathie wirkt bei mir nicht besonders,
aber diesmal habe ich anscheinend einen Glücksgriff getan.
Oder es ist einfach an der Zeit, dass die Beschwerden besser werden.
Denn ich habe überhaupt keine Lust auf neuerliche Krankengeschichten.
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Der Herbst ist golden.



Freitag, 13. Oktober 2017

CAFE


So ziemlich fast das Beste an Wien sind die alten Kaffeehäuser.
Und die Toiletten dort sind oft überraschend.
Im Cafe Museum zwitschern Vögel aus einem Lautsprecher.
Das ist so nett, stimmt gleich auf Frühling und Herzöffnung ein.
Das Wetter ist gerade vom Feinsten,
die Farben sind prächtig,
das Licht auch.
Ich war in den nettesten Gegenden unterwegs und habe nur geschaut,
nix fotografiert.
Tut Leid.


Donnerstag, 12. Oktober 2017

PLANEN



 Planen und Tun sind für mich unterschiedliche Dinge.
Oft schlage ich in des Morgens die Augen auf
und finde,
das Vorgesehene geht gar nicht.
...weil es mich heute nicht freut
...weil die Sonne scheint
...weil es regnet
...weil ich schlecht gelaunt bin
...weil ich gut aufgelegt bin
...weil mir etwas Anderes einfällt
...weil, weil, weil ....
Manchmal überrede ich mich dann doch
und meist ist es gar nicht so schlecht,
aber viel öfter werfe ich alles über den Haufen
und vertrödle den eroberten Tag.


Mittwoch, 11. Oktober 2017

HERBST


 
Kein Geräusch ist im Wald.
Kein Vogelgezwitscher, nichts.
 
Dazu ein Theodor Storm:
 
Oktoberlied
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!
Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!
Und wimmert auch einmal das Herz –
Stoß an und lass es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!
Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.
Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!

 
 
 

Dienstag, 10. Oktober 2017

GÄNSE


 Jetzt ist es bald so weit.
Die Gänse landen in der Pfanne.
Ich finde sie bezaubernd.
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Heute habe ich einen Fisch gebraten.
Wenn mich der aus toten Augen anschaut -
geht das eigentlich auch gar nicht.
Wahrscheinlich werde ich irgendwann beim Salat das Lebendige sehen.
Pilze gehen immer.
Die haben keine Augen.
Alles nicht so einfach.

 


Montag, 9. Oktober 2017

FLIEG DICH FREI

"Für Mädchen oder für Buben?"
fragte die Verkäuferin bei meinem Begehr nach einem Drachen.
"Für Buben"
meinte ich.
Denn ich will sicher nicht ein rosarotes Pony oder eine bonbonfarbene Cinderella in die Lüfte schicken.
Eines meiner besten  Jahre war jenes,
in dem die Drachen hoch stiegen.
Sehr frei.


Erinnert habe ich mich auch an meinen ersten Besuch  in  Kathmandu.
Wo auf allen Dächern der Altstadt Kinder standen und ihre Flugobjekte flatterten im Wind.
Nie wieder habe ich dergleichen gesehen.


Das ist mein neuer Flugkörper für Buben.
Ein Schmetterling.
Ein wenig habe ich schon geübt,
aber von Können bin ich weit entfernt.
Handschuhe muss ich beim näxten Mal anziehen,
denn die Schnur schneidet in die Hände.
Sich frei fliegen.
Mit dem Herbstwinden.
 


Sonntag, 8. Oktober 2017

DER BIBER HAT FERTIG


Der Biber hat es geschafft.
Punktgenau ist der Baum gefällt.
Ein Biber ist mit Schwanz ca. 1 m groß.
Wie oft er mit dem Vorderzähnen über Wochen hingenagt hat -
unvorstellbar.
Ein Mensch bräuchte für die Berechnung der Fallgenauigkeit ein Hochschulstudium.
Obwohl wir die Krone der Schöpfung sind,
ist uns die Natur in allen Bereichen überlegen.



Samstag, 7. Oktober 2017

VOM REDEN UND NICHTREDEN

 
Die wiederhergestellte Heizung läuft.
Es schlechtwettert vor sich hin.
Halskratzen. So viele Leute sind krank.
Der erste Kälteeinbruch und das Immunsystem versagt.
Meines bringt mich normalerweise ansteckungsfrei durch die Saison,
aber diesmal habe ich B12 gekauft,
meine Werte sind fleischlos im Keller.
Wenn ich zu redenden Menschen komme,
frage ich mich, warum die Welt immer neu erklärt werden muss.
Ich mag das nicht hören,
die ewige Wirtshausstammtischsuada.
Wortschwallsinnlosigkeiten.
Man sollte Volksschweigetage verordnen.
Ein Ansatz für eine bessere Welt.
 
 

Freitag, 6. Oktober 2017

SINN


 
Eine Katze ist eine Katze.
Sie ist.
Jenseits von Lebenssinn.
Bei den vielen unterschiedlichen Menschen stellt sich mir die Sinnfrage oft -
jedes Sein ein kleines in sich abgeschlossenes Universum.
Halt geben eingehaltene gesellschaftliche Normen.
Beim Anblick betender Stiftsherren in Klosterneuburg
versuche ich mir vorzustellen,
wie sich ein Leben zwischen Gebet, Zelle, Gott?, Kirche und als
Ausrutscher einem kleinen Missbrauch darstellt.
Auch ein abgeschlossenes eigenes Universum.
Das Leben ist ein komisch Seltsames.

 

Donnerstag, 5. Oktober 2017

FREUDE





Wenn sich der Nebel lichtet,
ist das Leben bunt und fröhlich.
Gerade läuft es rund
und ich kann mich an  Herbstgoldtagen erfreuen.



Mittwoch, 4. Oktober 2017

ALLES NORMAL ODER?


 
Heizung ausgefallen.
Im Kaffeehaus den Zuckerstreuer vom Tisch gefegt.
Im Geist hochgerechnet, wieviel Geld ich pro Jahr dort liegen lasse,
ein ruinierter Zuckerbehälter muss im Preis enthalten sein.
Um dem Verhüllungsverbot Rechnung zu tragen,
eine schwarzseidene Sturmhaube zum Rollern gekauft.
Grins.
Kontrolle beim Gynäkologen.
Ich versuche immer ihn zum Lachen zu bringen,
was mir auch meist gelingt.
Er hat mich zu einem Chirurgen überwiesen,
weil meine Gallenblase nervt.
Daheim beim Betrachten des Fotos und der Homepage des Aufschneiders
von einer näheren Bekanntschaft Abstand genommen.
Der betreffende Herr hat Fotos der entfernten Organe und Krebse auf seiner Seite.
Wie krank finde ich denn diese Fleisch- und Blutorgie?
Weitersuchen.
Chirurgen haben oft etwas Vampiröses.
Leben vom toten Fleisch der Opfer.
 
 
 


Dienstag, 3. Oktober 2017

GOLDENER HERBST



Goldene Herbsttage vom Feinsten.
Ich habe in der Uralt-Kaffeemühle getrocknete Parasole zu Pulver gemahlen.
Die Wirtin am Berg hat mich zum Essen eingeladen, weil ich die Soße zu den Kaspressknödeln nicht gegessen habe. Hab mich ohnedies ein wenig geschämt, so grauslich war sie nicht, aber sie wollte dann fürs Essen kein Geld.
Ich rollere so dahin, steige einfach aufs Gefährt und ziehe durch die Gegend.
Meist ziehe ich mir nix Gscheites an, nur im Hausgwand mit den Lederhosen halt.
Wenn ich dann mäandere und mir immer mehr Ziele unter die Räder kommen,
dann kann ich mir ein wenig peinlich sein.
Komische Alte in absurder Kleidung.
Lila Pullover mit Nierengurt.
(Vielleicht hat man mir das Essen deswegen geschenkt. Arme alte Frau.)
Herr Hirsch ist in der Brunft und treibt brüllend seinen Harem vor sich her.
Er kann in der Zeit nicht fressen.
Eine große Milchziegenherde war auch am Weg.
Es gibt so viel zu schauen, zu riechen,
Farben ....
Wenn eher reiche Menschen Lotto spielen,
frage ich sie immer, was sie mit dem gewonnen Geld machen wollen.
Ich verstehe nie, dass man immer mehr haben will.
Ich treffe auf Menschen, die wie die Blöden arbeiten.
Gar keine Zeit haben, das Geld auszugeben.
Und irgendwann fallen sie tot um.
Tun wir alle, aber ich denke oft, das Schauen, Leben, Genießen, Freuen, Nixtun ist so viel wichtiger.
Eine Frau hat mich nach 40 Jahren spontan erkannt.
Auf meine Rückfrage - ich hätte mich nicht verändert und an der Stimme. Kreisch.
Herbstgold.


Freitag, 29. September 2017

PAUSE


.
Ich mache eine kurze Pause.


Donnerstag, 28. September 2017

DIE WILDNIS KEHRT ZURÜCK

 
Niemand wird mich verstehen,
wenn ich sage,
was ich total aufregend finde.
Die Wildnis kehrt zurück.
Angeblich wurde bei mir ein Luchs gesichtet.
Die Taten des Bibers beobachte ich weiterhin,
den toten Adler gab es kürzlich,
jetzt warte ich nur mehr auf einen Wolf.
Ich kann richtig aufgeregt werden und das Geschehen interessiert mich mehr als mögliche Sensationen in der großen weiten Welt.
Und in der Nacht träume ich von Jägern,
die bei mir beim Fenster hereinschauen.
 
 


Mittwoch, 27. September 2017

VOM ROLLERN


 
Die letzten guten Tage muss ich fürs Rollern nützen.
Es ist zwar schon einigermaßen frisch,
und wenn ich aus dem Haus gehe,
hängen schwarze Wolken tief,
aber bekanntlich regnet es in diesem Jahr hier sehr wenig
und seit ich richtige Bekleidung zum Fahren habe,
werde ich nie mehr nass.
Ist fast magisch:
Lederhosen und feste Jacke halten alle Niederschläge fern.
Vor der Anschaffung der Wetterfestbekleidung war ich immer bis auf die Haut durchnässt.
Jetzt weiß ich nicht einmal, ob die Sachen wirklich wasserdicht sind.
Denn ich komme in keinen Regen.
Seit zwei Jahren.
Beim Moorteich muss ich einen Spritzer trinken
und so beschwingt fährt es sich noch viel besser.