Samstag, 18. November 2017

STRICKEN


So gut wie fertig ist das Dreieckstuch
das ich aus der schönen geschenkten Naturwolle gestrickt habe.
Jetzt habe ich nachgesehen,
was der Kleiderschrank an dicken winterlichen Pullovern dazu
hergibt.
Den ersten Schnee hat es bereits hergeflankert,
die Kälte kann kommen.
Glatteis hatten wir auch schon.
Das raue Abenteuerleben fängt an.

 



Freitag, 17. November 2017

KOMMUNIKATION


 
Die Fotos sind vor ca. 2 Wochen gemacht.
Inzwischen sieht es düsterer aus.
Bis jetzt hatte ich keinen Smartphonebedarf.
Aber langsam liebäugle ich damit.
Außerdem ist mein Handy, das ich kaum nutze (kein gescheites Netz daheim)
schon sehr, sehr alt.
Es gibt jetzt tolle Apps.
Die Koreanerinnen im Zug hatten eine Spracherkennung/Übersetzung.
Und sagten mir damit gar artige Sachen.
Wobei die Smartphonemania schon eigenartig ist.
Alle Leute (in Italien noch mehr als in Österreich) hängen in der Öffentlichkeit gebannt am kleinen Bildschirm.
Kommt mir vor wie eine Nabelschnur an der sich jeder anhält.
Ein virtueller Kokon.
Die Wahrnehmung der Wirklichkeit schwindet zunehmend.
Wenn ich sehe, dass jemand die Twitter-Nachrichten durchschaut,
wo dann erzählt wird, dass ein persönlich Unbekannter gerade am Klo sitzt,
und in der realen Welt passiert vielleicht etwas total Spannendes,
dann wundert mich das Instant-Leben in dieser Scheinwelt sehr.
Ziemlich schlimm finde ich auch dauertelefonierende Mütter.
Die ihre Kleinkinder vom Kindergarten holen,
das Kind an der Hand hinter sich herziehen
und komplett in einer anderen Welt sind.
Möchte gar nicht wissen,
wie diese Kinder in dem desinteressierten Mutterraum aufwachsen.
Aber ich denke, ich brauche das smarte Ding jetzt auch.
 
 


Donnerstag, 16. November 2017

DIE LAGUNE IM HERBST


 Ja, unterm Strich war es gut.
Meer ist für mich das schönste.
Ein Jahr ohne das Meer zu sehen, ist ein verlorenes Jahr.
Ob ich es in diesem Leben noch einmal schaffe, eine Weile irgendwo an einer Küste zu leben?







Mittwoch, 15. November 2017

KUNST, DIE ZWEITE

Steinfiguren in Torcello

Nur das Foto der Lampen ist aus dem Palazzo.
Keiner wird es für möglich halten:
seit 20 Jahren versuche ich das Museum zu besuchen.
Darauf vergessen, gesperrt, jahrelange Umbauarbeiten, etc.
Museum Fortuny ein paar Bilder im Internet.
Diesmal dachte ich, endlich habe ich es geschafft.
Und dann war dort eine Sonderausstellung "Intuition".
Ich mag das ja sowieso nicht, wenn man mir Kunstwerke erklären muss.
Was der Künstler sich gedacht hat.
Entweder erzählen mir die Werke etwas,
oder eben nix.
Das war eher nix für mich und meine Enttäuschung war groß.
Manche Dinge kriegt man nie.


Da kann man machen was man will.

Dienstag, 14. November 2017

IM HOTEL


Generell bin ich in Hotels nicht so richtig gerne.
Hab so viel Lebenszeit in Hotels verbracht.
In der Unterkunft am Lido di Venezia war ich bereits zum zweiten Mal.
Die Fotos zeigen die Aussicht vom Zimmer.
Das ganze Haus hat einen morbiden Charme.
Ein wenig skurril.
Ein bisserl fehlerhaft.
Die Staubflusen unterm Bett erinnern mich an daheim.
Das Zimmer war laut,
die Busse fahren direkt durch den Raum
und die Vaporettos sind beim An- und Ablegen auch nicht leise.
Dafür sind die Lage und die Aussicht unübertroffen.
Das Frühstücksbuffet war ca. 8 m lang
und der Schinken darauf vom ersten bis zum letzten Tag der selbe.
Zum Ende hin dann schon leicht grünstichig.
Aber nach mir kam eine amerikanische Reisegruppe,
die werden ihn dann wohl von seinem Schattendasein befreit haben.
Wahrscheinlich werde ich das Etablissement bei zukünftigen Aufenthalten wieder wählen,
auch das Personal hat etwas Zeitloses.
Ein wenig Addams Family.



Montag, 13. November 2017

KUNST; BIENNALE UND ICH


In der Stadt stehen anlässlich der Biennale Kunstwerke.
Damien Hirst.
Seine Ausstellung habe ich nicht geschafft.
Schade.
 


Goldener Riesenpenis von James_Lee_Byars


Pavillon von Tschechien -
einem schlichten Gemüt wie mir gefällt das.
Märchenhaft und kitschig.


Korea


Den Kanadiern ist der Pavillon im Sturm davongeflogen.
Man sollte glauben, dass sie Schlechtwetter gewohnt sind.
Aber vielleicht war es eine Kunstaktion,
die ich nicht verstehe.




bei den Österreichern.
Seinen Witz mag ich.
Irgendwie führt er alles ad absurdum.

Lichtinstallation


Das mit den Schuhen können die in Traunstein am Dorf besser.


 Im Arsenal.
Der zweite Ausstellungsort.
Die alten Hallen und Gebäude sind sowieso am schönsten.
Die Biennale war recht interessant für mich.
Hätte ich wahrscheinlich bei Schönwetter nicht besucht.
Ich bin ja nicht die Wahnsinnskunstfreundin.
Das Schöne ist immer und überall
oder auch nicht.
Manche Werke haben mich traurig gemacht,
wenn es um Umwelt und ihre Zerstörung ging.
Das brauche ich sowieso nicht,
das Leben macht mich traurig genug.
Ich habe gespürt, wieviel Schmerz in mir über alle Geschehnisse der Welt ist.
Eigentlich mag ich nur Fröhliches, Witziges, Überraschendes, Kunstvolles sehen.
Aufrütteln braucht man mich wirklich nicht.
Und Kunst in einer Stadt,
die selbst steingewordene Fantasie ist,
muss sich sehr anstrengen.


Erwin Wurm

Sonntag, 12. November 2017

TRADITIONELL


Traditionell kehre ich im Café Florian am Markusplatz ein.
Was sein muss, das muss.
Und trinke Schokolade.
Die einzige im Jahr.
Und diesmal habe ich auch für daheim eingekauft.
Ein bisserl Luxus für den Alltag.



Die Musik spielt beim Gran Caffé  Quadri.
Russische Weisen oder sonstige Melodien.
Ziemlich absurd und witzig.
Operettenhaft.



Samstag, 11. November 2017

EWIGE LIEBE

 
 
Schlösser am Brückengeländer -
das war gestern.
Heute hängt man einem Baum einen Zettel um.
Und die Liebe für Marta währt ewig.
 


Freitag, 10. November 2017

ADRIATIEF




Was Adriatief heißt,
das weiß ich jetzt.
Ich war in Venedig.
Drei Tage Sturm mit Regen,
nur die letzten Stunden waren akzeptabel.
Ich habe eine Menge Bilder mitgebracht.
Mühsam war es,
und trotzdem schön.
Ein wenig Acqua Alta.
Museumswetter.
Biennale.
Ich habe mein kulturelles Kontingent übererfüllt.
Statt Meer schauen
Kunst betrachten.
Naja, was sein muss, muss sein.











Montag, 6. November 2017

WALDWEGE


Eigentlich mache ich Pause,
aber das muss ich euch noch erzählen.
Geht's noch? Ich habe giftige Beeren probiert und mit Durchfall, Bauchkrämpfen und Brechreiz meine Erfahrung gelernt.
Dumm ist man immer im Kopf.
Und nächstens schaue ich vorher und nicht nachher ins Internet.
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Weite Waldspaziergänge mache ich gerade.
Ich habe noch nie so viele Steine gesehen.
Geheimnisvoll und dunkel ist es im Tann.
Total verwunschen.


die Brücke macht nimmer viel her


ein alter Erdkeller

Nur mehr einige Steine sind von dem Haus vorhanden



Sonntag, 5. November 2017

STILLE


Ich mach ein bisserl Pause.