Dienstag, 24. April 2018

UNFREUNDLICH


Bekanntlich bin ich ziemlich die unfreundlichste Menschin,
die ich kenne.
Gerade besonders.
Ich werde ungern in meinem eingesponnenen Sein gestört.
Wenn in einem Gastgarten alle Tische frei sind
und ein Mann kommt und meint,
damit ich nicht so alleine sitze,
müsse er neben mir Platz nehmen,
tja, dann muss er auch stark damit rechnen,
dass ich nix mit ihm rede.
Und im Wald begegne ich einem halbnackten langhaarigen, dickbäuchigen, meditierenden, sehr ernsthaft schauenden Mann, was mich zum Lachen bringt.
Die Erleuchtung muss anstrengend sein.
Wenn ich Tiere sehe, ist mir das lieber.
Aber gerade zeigen sie sich nicht.
Der Teich in dem der Biber wohnt, rinnt aus.
Die Fische werden demnächst im Trockenen sein.




Montag, 23. April 2018

WAS MICH STÖRT

Die neue EU-Verordnung über den Bräunungsgrad der Pommes finde ich eher witzig.
Dachte daran, als ich einen Backfisch mit Braterdäpfel in der Pfanne hatte.
Ob die Kontrollore jetzt auch zu mir ins Heim kommen?
Acrylamid auf dem Teller verfolgen?
Acrylamidsuchtruppe.
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Alles wird verboten, geächtet, beschränkt.
Rauchen, Alkohol, Fett, Zucker.
 Fit muss der Mensch sein,
keinesfalls fett.
Gesunduntersucht sowieso und
ganz wichtig,
jederzeit muss man einen Helm tragen.
Die spinnen doch, die Römer oder wer.
Wo bleibt die Lebenslust?
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Wenn ich in einen Baumarkt komme (gerade öfter) kriege ich die Krise
bei all den neuen Steinmaterialideen zur Gartengestaltung.
Steinmauern, Kiesel grob und fein für Beete ohne Grün, etc.
Es gibt mittlerweile Gärten, die nur mehr aus Beton und Stein bestehen.
Wozu brauche ich ein Eigenheim, wenn ich dann alles Natürliche aus meinem Bereich verbanne?
Wenn ich diese Häuser sehe,
denke ich immer:
wie die Herzen der  Bewohner.
Dafür werden Berge abgetragen und Löcher in den Boden gegraben.
Österreich ist das Land mit der größten Bodenverschwendung europaweit.
Keine guten Fotos zu dem Thema gemacht.
Vielleicht reiche ich sie einmal nach.


Sonntag, 22. April 2018

VOM KINO

Ins Kino gehe ich gerne.
In den letzten Monaten hat es nie geklappt.
Alle Filme, die ich sehen wollte,
sind an mir vorbeigegangen.
Für mich ist alles weit entfernt
und dann des Abends heimzufahren,
das freut mich oft nicht.
Jetzt habe ich mir einen Film angesehen,
den ich gar nicht unbedingt sehen wollte.
Einfach weil Zeit und Ort gepasst haben.
"3 Tage in Quiberon".
Über Romy Schneider.
Ja, gefallen, obwohl die Atmosphäre ziemlich triste ist.
Und in der Nacht habe ich von einem unappetitlichen langhaarigen Mann (kommt im Film vor)geträumt,
der mich umbringen wollte.

Samstag, 21. April 2018

DAS ROTE SCHUHE BEWEISFOTO


Die roten Schuhe kann ich anziehen.
Keine Blase.
Nur etwas zu warm für die Sommertemperaturen.



Freitag, 20. April 2018

IN DER GROSSEN STADT

Sonnenaufgang auf der Hinfahrt


Aus Krems mit dem Zug kommend hat man bald die Müllverbrennungsanlage von Friedensreich Hunderwasser ins Blickfeld,
Welche Stadt sonst verbrennt den Abfall in einem derart hübschen Bauwerk?
Jedesmal, wenn ich in Wien bin, entdecke ich Neues
oder ich bin auf Nostalgiepfaden.
Kaffeehausexpertin bin ich sowieso.
Zum ersten Mal im Rüdigerhof.
Sehr empfehlenswert.
Die Otto Wagner Ausstellung angesehen.
Seine Architektur hat die Stadt nachhaltig geprägt.
Und gefällt immer noch oder immer mehr.
Jede Menge Touristen in der Stadt.
Erst April und die Massen sind schon unterwegs.
Wenn ich in den Trubel eintauche,
bin ich zuerst von der Buntheit und Vielfalt begeistert,
aber nach einigen Stunden bin ich müde geschaut und will zurück in die Einsiedelei.
Der Tagesabschluss war beim Heurigen in der Wachau unter blühenden Marillenbäumen.








Donnerstag, 19. April 2018

UNRUND

Ich habe es bereits vor einigen Tagen geschrieben -
momentan läuft es gar nicht rund bei mir.
Nix geht und nix gelingt.
Die seltsamsten Dinge passieren,
es fühlt sich an,
als ob ich einen Weg gehen würde
und ständig poppen Widerstände auf.
So computerspielmäßig.
Hindernisse.
Am besten gelingt es auf der Ofenbank zu liegen.
Was ich beginne,
kommt zu keinem Ende.
Das Leben sagt ständig:
falsche Richtung, kein Durchgang, diese Straße ist gesperrt.
Ich denke, das momentane Programm gehört überarbeitet.
Die Fotos sind aus dem fahrenden Auto gemacht.
Das nächste Mal bleibe ich stehen.



Tierparadies

Mittwoch, 18. April 2018

VOM GARTEN

 
 
Grundbesitz ist sowieso eine Illusion.
Bestenfalls haben wir uns Land ausgeliehen.
Damit es uns erfreut oder auch nährt.
Ich habe es mit der Gartenarbeit nicht so,
und lasse mehr oder weniger alles verwildern.
Gebe es der Natur zurück.
Und immer wieder bin ich verblüfft und erfreut,
was wachsen mag.
Was zu mir kommt.
Jetzt im Frühjahr ist ums Haus ein Veilchenteppich
und auch Primeln werden in allen Farben mehr und mehr.
Ich fühle mich von der Vielfalt beschenkt,
stelle einen Bezug zu den Kräutern,
die sich ansiedeln, her.
Vor etlichen Jahren ist Wermut im Garten verschwunden,
und heute habe ich wieder eine Pflanze entdeckt.
Ja, für den Magen kann ich gut etwas gebrauchen.
Die Verantwortung, die wir für das geliehene Stück Erde übernehmen,
sollte uns bewusst sein.
Das heißt für mich:
nicht mit dem Willen gestalten, sondern das,
was wachsen mag, hereinlassen.
 
 
 


Dienstag, 17. April 2018

VOM SCHLAFEN

 
Meine Schlafleistung ist nicht besonders.
Gestört sozusagen.
Entweder kann ich nicht einschlafen
oder ich wache um 1 Uhr auf
oder um 2 Uhr
oder um 3 Uhr
oder die Katze weckt mich um 4 Uhr
und dann liege ich sicher eine Stunde wach
d.h. ich spiele mit dem Tablett.
Auch meine Träume kann ich beanstanden.
Zur Zeit eher unerfreulich.
Wenn ich des Morgens ausgeruht sein möchte,
nehme ich eine halbe Schlaftablette.
Wenn ich Schmerzen habe, dann auch.
Wenn ich etwas Wichtiges vorhabe auch.
Wenn ich unterwegs in fremden Betten schlafe auch.
Das hat sich bewährt.
Bezahlen tu ich den Chemieeinsatz mit erhöhter Ängstlichkeit.
Und die erste Nacht nach einigen Tagen mit Tabletten ist sehr unruhig und nur mit leichtem Schlaf gesegnet.
Hauptsache die alte Katze hat es gut.
Eigentlich müsste ich sie aus meinem Schlafraum aussperren.
Denn sie trägt 30 % Mitschuld an meinen Nachtstörungen.




Montag, 16. April 2018

VON DEN ROTEN SCHUHEN



Letzten Herbst habe ich diese roten Stiefeletten bestellt.
Und nie getragen, weil es war dann gleich zu kalt.
Und da am Land brauche ich sie sowieso nicht,
denn da genügt schäbig
und keinesfalls rote Schuhe mit Blümchen.
Wenn ich in die große Stadt fahre,
dann ist meist auch kein Tag für auffallende Fussbekleidung,
denn wenn ich um 5 Uhr morgens die müden Augen reibe,
dann will ich nur Hauptsache bequem.
So bleiben die fröhlichen leichten Ledernen reine Anschauobjekte.
Vielleicht sollte ich Blumen reinpflanzen.


Sonntag, 15. April 2018

KRÖTEN-HOCH-ZEIT (SPEZIELL FÜR R.)



Beim Klausteich war ich.
Da findet gerade die Krötenhochzeit statt.
Wenige Damen, viele Herren.
Speeddating für männliche Singles.
Ratlos streifen sie durchs Wasser.
Ich bin am Ufer gesessen
und die Krötenmänner tauchten immer wieder auf und beäugten mich neugierig.
Meine Schreckensvision:
sie rotten sich zusammen,
kommen von allen Seiten auf mich zugekrochen
und ziehen mich hinab ins Dunkle, Tiefe.
In kleinen Mengen sind das ganz tolle Tiere,
aber in der Masse obereklig.
Ob die Weibchen den Ansturm überleben,
da bin ich nicht sicher.
Sah auch schon tote Kröten im Wasser treiben,
weil ab und an sollten sie Luft holen können.
Fortpflanzung wird vom Lustfaktor her bei weitem überbewertet.
Zumindest bei Kröten.



Samstag, 14. April 2018

KAMINHOLZREGAL ALS PARADEISERWOHNHEIM


 
Zeitweise bin ich hartnäckig,
wenn ich etwas haben will.
Ganz schön viel Arbeit war der Zusammenbau.
Und schweißtreibend.
Sogar kurze Hosen musste ich anziehen.
Allein ist das sowieso etwas schwierig.
Niemand zum Halten, die Löcher nicht vorgebohrt
und mein Werkzeug auch .... naja.
8 cm Bohrer und 12 cm Schrauben.
Mit Augenmass, denn eine Wasserwaage ist für Warmduscher.
Plastik muss ich noch ein besseres besorgen.
Es gab nur die dünne Malerfolie und die wird nicht lange halten.
Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis.
Jetzt brauche ich noch Pflanzerln, die auch Früchte tragen.
Nachtrag: den ersten Gewitterregensturm hat die Folie nicht gut überlebt.
Muss ich ändern.
 
 





Freitag, 13. April 2018

SCHON WIEDER NIX


Es tut mir ja so leid,
aber da steht schon wieder nix.
Dauernd ist etwas, richtig geärgert habe ich mich auch.
Ich kann jetzt so schön wütend werden, mit Kreischstimme.
Motto: schreckliche Alte.
Ich habe ja generell eine Stimme, die man sich merkt.
Ziemlich hoch.
Und wenn ich zornig bin, schneidet sie Glas.
Aber morgen zeige ich mein fertiges Regal her.
Eine sehr schweißtreibende Konstruktion.
Es ist in diesen Tagen nicht nur alles schief gelaufen,
es hat auch Dinge gegeben, die geklappt haben.
Die Stellage liegt so in der Mitte.





Donnerstag, 12. April 2018

VOM ROLLERN


Hirsche füttern war ich.
Ziemlich zerrupft sehen sie aus.
Schon wieder war mir viel zu kalt.
Sonnenschein beim Wegfahren,
dann war es zugewölkt
und eben zu kalt für genüßliches Unterwegssein.
Wie eine Saison beginnt,
so wird sie auch weitergehen.
Ist meine Rollererfahrung.
Einen Sommer lang hat es mich ständig abgeregnet.
Heuer bin ich am Frieren.
Beim Motorradhändler meines Vertrauens habe ich einen Servicetermin in 3! Wochen gekriegt.
Und da muss das Wetter schön sein,
denn er ist 40 km weit weg.
Und heuer will ich endlich eine Mehrtagesfahrt machen.
Durch die Gegend treiben lassen.
Schau ma mal.




Mittwoch, 11. April 2018

WIRTSCHAFTSWACHSTUM

 
Früher dachte ich,
die Erde wird sich schon zu helfen wissen.
Heute meine ich,
auch die Erde kann sterben,
nichts währt in diesem Universum ewig.
Alle Maßnahmen die seitens der Politik zur Verbesserung des Klimaschutzes gesetzt werden,
sind reine Kosmetik.
Dieselfahrverbot, Plastiksackerlverpönung, Elektroautos, Ölheizungsverbannung -
nix als Augenauswischerei.
Ja, möglicherweise ist es gut, dass irgendetwas geschieht,
aber hauptsächlich soll sich das Volk damit besser fühlen,
wenn es auch viel zu wenig ist.
Wenn z. B. in den nächsten Jahren weltweit 100000 zusätzliche Piloten benötigt werden -
fliegen die dann alle Maschinen mit Solarantrieb?
(Diese Zahl muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.)
Solange nicht am Wirtschaftswachstum, der Überbevölkerung und der Gier
gedreht wird, haben wir keine Chance.
Aber viel Spaß beim Einkaufen mit Papiertüten.

 

Dienstag, 10. April 2018

NIX


Heute steht da nix,
denn ich bin mit der Wiederherstellung der Ordnung der Dinge beschäftigt.



Montag, 9. April 2018

DAS LEBEN IST KOMPLIZIERT UND ICH WEISS NICHT WARUM

 
 
In meiner Umgebung sind 3 Baumärkte (selbes Unternehmen).
Alle ca. 50 km weit weg.
Bei einem sah ich vor der Filiale ein Kaminholzregal,
das für die Tomatenpflanzen, wenn ich es noch mit Plastik umspanne,
ideal wäre.
(Tomaten und Waldviertel das sind die auf ewig unvereinbaren 2 Komponenten.
Aber ich gebe nicht auf. Jedes Jahr versuche ich es,
und das, was ich dann unter Mühen ernte, ist mit Gold nicht aufzuwiegen.
Jetzt sind zu meinem Ehrgeiz noch Physalis dazugekommen.
Nein, ein Glashaus kaufe ich nicht).
Also, heim, ausgemessen, passt.
Tags darauf war ich des Autos wegen in einer anderen Stadt,
dort gibt es das Regal nicht,
weil der Markt kleiner ist.
Ok.
Also am Samstag extra in die Stadt gefahren,
wo das Ding vor der Filiale steht.
Nach langem Suchen haben sie dort ein Holzregal (natürlich in diversen Einzelteilen)
aufgetrieben, das aber beschädigt war.
Zurück zur Kasse.
Geld retour.
Sicher 1 Stunde Lebenszeit gekostet.
Jetzt habe ich in der 3. Stadt angerufen und eines reservieren lassen.
Telefonat 25 Minuten Lebenszeit.
Das kostet viel weniger, hat aber die gleiche Artikelnummer.
Ich bin gespannt, ob es zur angestrebten Vereinigung zwischen mir und dem begehrten Ding kommen kann.
Tja.
Inzwischen leuchtet beim Auto die Kontrolllampe fürs Bremssystem.
Wenn ich aber kurz die Handbremse anziehe oder rückwärts fahre,
dann geht sie wieder aus.
Wenn das Leben nicht will,
dann sekkiert es dich anhaltend.
 


Sonntag, 8. April 2018

FRÜHLINGSROLLERN


Mit dem Roller fahre ich meine Lieblingsplätze ab.
Alle noch da.
Ganz langsam kommt der Frühling in Gang.
Veilchen blühen.
Schmetterlinge flattern.
Rollern ist teilweise noch bitterkalt.
Beim Haus ist es oft windstill und warm
und unterwegs auf dem Zweiradler merke ich dann,
wie zeitig im Jahr es ist.
Nachher ist dann Kachelofenaufwärmzeit.
Durchgefroren bis auf die Knochen bin ich.
 


Samstag, 7. April 2018

ALLTÄGLICHES

Die letzten zwei Wochen war ich dauernd unterwegs.
Dementsprechend schlampig fiel meine Ernährung aus.
Ausrutscher wie Würstel und Leberkässemmel waren dabei.
Dabei esse ich doch kein Fleisch.
Aber wenn ich kurz vor dem Hungertod stehe,
tun mir die armen Tiere nimmer leid.
Alles muss besser werden.
Und so war ich in Freistadt im Brauhaus.
Sehr feines vegetarisches Menü.
Ohne Foto, denn an den Blog kann ich immer erst denken,
wenn ich satt bin.
Mein ganzes Geld gebe ich derzeit fürs Auto her.
Bremse hängen geblieben, Rost muss gemacht werden, Service, Überprüfung,
fehlende Teile für die abgebrochenen Sonnenblende bestellt.
Die zwei kleinen Plastikdinger sind wahrscheinlich aus verborgenem Gold.
So viel wie die kosten.
Die Waschstraße hat mir vom Scheibenwischer eine Abdeckung geklaut.
Muss ich auch nachkaufen.
Und dann habe ich noch den Roller.
Der braucht auch ein Service.
Tja, die Freuden der Motorisierung halten mich gerade total beschäftigt.
Und jetzt gehe ich ins Freie.
Denn ich habe die ersten Salatpflanzerln besorgt.
Ich kann es nicht lassen.
Wenn der Salat dann groß ist, mag ich ihn ohnedies nicht.
Aber ein Jahr ohne sich ums Frühbeet zu kümmern,
das geht gar nicht.
Immer gibt es neue Kräuter, die ich nicht kenne.
Diesmal habe ich ein Currykraut mitgenommen.
Riecht betörend.


Freitag, 6. April 2018

ENDE DER WINTERSTARRE

 
 
Je wärmer, desto lauter.
Die Winterstarre ist gewichen.
Das große Werken beginnt.
Es knattern Traktoren,
Geräusche emsiger Betriebsamkeit ertönen von fern und nah.
Der Willkommensgruß an die Sonnenstrahlen,
die Hektik der Landschaftsbewirtschaftung.
Fast das Vogelgezwitscher übertönend.
Vogelgezwitscher:
Ich war bei den Rudmannser Teichen.
Bei Ornithologen sehr beliebt, weil hier durchreisende Vögel Station machen.
Ich hab nix Spezielles gesehen,
hatte auch kein Glas dabei.
Lerchen, die jubilierend in den Himmel steigen.



Donnerstag, 5. April 2018

KAMELE/DROMEDARE


 
In all den Lebensjahrzehnten konnte ich mir nie merken,
was ein Kamel und was ein Dromedar ist.
(Googeln zählt nicht).
Wobei ich die mit den zwei Höckern hübscher finde.
Im Waldviertel leben die Wüstenschiffe recht gemütlich.